Reverse-Engineering von Oldtimer-Formteilen

Facel Vega: Ganze 180 Fahrzeuge wurden bis 1964 vom Facel II gebaut. Wieviele tatsächlich noch existieren, ist ungewiß.

Was tut man(n), wenn man einen von weltweit 180 produzierten Oldtimern sein eigen nennt und die Rücklichter aufgrund von Alter und UV-Licht kaputt sind?

Normalerweise sind solche Teile unter Oldtimerfreunden irgendwie verfügbar. Im Falle des Facel II von Facel Vega allerdings sind diese Teile einfach nicht mehr erhältlich.

Formicum bekam vom Autoservice „Alte Messe“  die Gelegenheit, zu zeigen, was alles möglich ist. Mitinhaber Mike Massenberg, Oldtimerliebhaber und stolzer Besitzer eines Facel Vega übergab uns eine defekte Rücklicht-Schale zum Rekonstruieren. Zunächst wurde das Teil vermessen und digital als Datei erfasst und somit für die Zukunft konserviert. Von den verschiedenen Konstruktions-Zwischenstufen wurden jeweils mittels 3D-Druck Passmodelle erstellt und die Konstruktion weiter angepasst. Zusätzlich würde ein 3D-Scan angefertigt, der in den finalen Datensatz mit einfloss.

Schlußendlich wurde eine Kleinserie mittels Vakuumguß gefertigt. Dickes Dankeschön an die Firma Dick&Dick in Leipzig für die Unterstützung!

Die Rücklicht-Kappen können nun in beliebiger Menge nachproduziert werden.

Diese Art der Reproduktion ist schnell und effizient für jegliche Art von Plastikteilen von Oldtimern geeignet. Ein reiner 3D-Druck ist in diesem Falle nicht geeignet, da die benötigte Farbe und Transparenz sowie Umweltbeständigkeit bei den vorhandenen 3D-Druck Materialien (noch) nicht gegeben ist.

Gern nehmen wir Bestellungen entgegen 🙂

 

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